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Zuchtstätte d' Eveline     für Grosspudel in Silber    (seit 1973)

SKG / FCI   -   CERTODOG zertifiziert (www.certodog.ch)

 

Esther Lauper, Bürglistrasse 6, CH- 8304 Wallisellen, ++41 (0) 78 711 64 24, ++41 (0)44 883 75 71

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Gesundheitsvorsorge und Hundekrankheiten

 

Impfungen und Immunisierung

Wenn Sie einen Welpen erwerben, so muss dieser mind. 1 x geimpft worden sein. Die Grundimmunisierung bedarf aber 2 Impfungen. D. h. Sie müssen sehr bald (die Züchterin wird Sie informieren wann) die 2 Impfung vornehmen. Bis dahin (+ 2 Wochen) ist es besser, noch nicht in die Welpenstunde zu gehen. Überhaupt: beginnen Sie mit den Welpenstunden erst, wenn Ihr kleiner Hund schon eine Bindung zu Ihnen und Vertrauen in Sie aufgebaut hat. Lassen Sie den Welpen zuerst bei Ihnen zuhause ankommen und sich einleben. Wenn er dann an Sicherheit und Selbstverständlichkeit gewonnen hat, ist es Zeit mit Welpen- und Junghundeunterricht zu beginnen. Und bis dahin muss auch die Grundimmunisierung genügend vorhanden sein.

 

Tierarztbesuch

Wenn Sie zum ersten Mal mit Ihrem Welpen beim Tierarzt sind, schauen Sie, dass der Besuch stressfrei über die Bühne geht. Nehmen Sie Gutzies mit, oder ein Spielzeug. Benehmen Sie sich möglichst neutral. Wenn Sie den Hund zu sehr beruhigen wollen, denkt er, da ist was Gefährliches und baut so Ängste auf, die gar nicht da wären.

Der Tierarzt wird eine erste Grundkontrolle machen. Das ist wichtig, dann hat er Vergleichswerte, wenn Ihr Tier mal krank sein sollte. Falls Sie ins Ausland fahren wollen, beachten Sie, dass die Tollwutimpfung Pflicht ist (erkundigen Sie sich überhaupt, welches Land welche Impfungen vorschreibt), dann machen Sie auch eine Tollwutimpfung. Diese sollte aber möglichst hinaus gezögert werden, besser nicht vor 1/2 jährig, besser noch erst mit etwa 1 Jahr. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und planen Sie allfällige Auslandaufenthalte rechtzeitig.

 

Entwurmungsprogramm

Bei der Züchterin werden die Welpen regelmässig und in kurzen Abständen entwurmt. Der Welpe, welcher zu Ihnen kommt, sollte danach alle 3 Monate entwurmt werden. Der Tierarzt gibt Ihnen ein entsprechendes Mittel (unbedingt aufs Gewicht des Welpen abgestimmt). Erwachsene Hunde, die allerhand zusammen fressen entwurmt man jeweils auch 4 x jährlich. In Absprache mit dem Tierarzt kann man auf 2 x jährliche Entwurmung zurück gehen, wenn Ihr erwachsener Hund im Gelände nichts frisst.

Es gibt pflanzliche Mittel, die anstelle der chemischen Entwurmungstablette gegeben werden können (siehe Tipps unter "Ernährung"). Knoblauch und Zwiebeln sind nicht nur ungeeignet, sie sind für Hunde toxisch (giftig) und verändern das Blutbild. Auf diese "Wurmvertreiber" also bitte verzichten.

Unter www.tierheilkunde-bei-tieren.de können auch chinesische Kräuter gegen Würmer bezogen werden.

 

Blasenentzündung

Als ich selber Welpen kaufte, hatte fast jeder am Anfang ein Blasenproblem. Das kann von der Pflege der Mutterhündin kommen, wenn sie die Welpen säubert, und vor allem bei den kleinen Hündinnen dadurch Bakterien vom Darm in die Scheide eintreten. 

Heute empfehle ich, bei Welpen bald einmal eine Cranberry-Kur (Achtung Menge auf Körpergewicht abstimmen! Bezugsquelle für Cranberry-Pulver: Reformhaus). Das stärkt die Ausscheidungsorgane und hilft Infekte in der Anfangszeit zu bekämpfen. 

Ich mache auch mit meine erwachsenen Hundis jeweils im Frühling und im Herbst eine Cranberrykur, prophylaktisch. Achtung: keine gesüssten/gezuckerten Cranberry-Säfte verwenden. Nebst dem Pulver (Extrakt) können auch ungesüsste, gedörrte Cranberries (z. B. als Belohnungsguties) gegeben werden.

 

Zahnwechsel und Zahnkontrolle

Ein 12 Wochen alter Welpe hat noch immer die Milchzähne. Irgendwann werden diese dann wie beim Menschen durch die "Zweiten" ersetzt. Meist geht das fast unbemerkt über die Bühne. Manchmal findet man in der Wohnung Milchzähne, oder man entdeckt Blutspuren, wenn der Hund etwas nagt.

Die zweiten Zähne sind lange nicht richtig verankert. Reisspiele können sowohl Milchzähne als auch die Zweiten ausreissen oder ihre Stellung verändern. Verzichten Sie auf Reissspiele, und wenn, sind Sie behutsam.

Zudem kontrollieren Sie, wie die zweiten Zähne wachsen. Wichtig ist, dass die Eckzähne sich nicht ins Zahnfleisch bohren. Wenn Sie Bedenken haben, zeigen Sie das Gebiss entweder der Züchterin oder dem Tierarzt. Bei Engstand kann eine regelmässige Massage sehr viel helfen. Sie dürfen aber nicht zuwarten, sollten sofort Rat holen. Operationen sind immer viel teurer.

Noch etwas: Wer seinem Welpen und Junghund sehr viele Kauartikel gibt, nimmt in Kauf, dass sich der Kopf verändert und (zu) breit wird. Wer zu wenig Kauartikel zur Verfügung stellt, nimmt in Kauf, dass sich das Gebiss suboptimal entwickelt. Auf der andern Seite hat ein Stück hartes Brot (1x wöchentlich, Achtung kein Nussbrot, Nüsse sind giftig für Hunde) eine gute Wirkung gegen Zahnsteinbildung.

Und noch etwas für mich Wichtiges: Tennisbälle schädigen das Gebiss und die Zähne, sobald der Hund auf dem Ball rumkaut. Vorsicht, wenn Sie Apport-Gegenstände aus dem Hundemaul herausdrehen. Das kann Zahnfehlstellungen v. a. bei den Eckzähnen erzeugen.

 

Hygiene

Hunde brauchen stets frisches Wasser, welches auch jederzeit zur Verfügung ist. Die Hundenäpfe sollen täglich ausgespült und alle 3 Tage gründlich gereinigt werden. Achtung, wenn Altwasser o. ä im Garten oder auf den Spaziergängen zugänglich ist. Da können verschiedene Krankheiten und Parasiten aufgelesen werden.

Zurzeit breitet sich die Staupe über die Fuchspopulation aus. Aus diesem Grunde sollten im Freien keine Hundenäpfe (weder Fress- noch Trinknäpfe) stehen gelassen werden. Die Infektionsgefahr ist viel zu gross.

Noch etwas zu den Weichmachern. Trinkwasserflaschen oder -Kanister müssen unbedingt als "lebensmitteltauglich" bezeichnet sein, sonst können sich giftige Weichmacher in der Flüssigkeit festmachen. Auch bei Erhitzung (z. B. Auto) ist es möglich, dass diese Weichmacher ins Trinkwasser gelangen.

 

 

Hitze, Kälte, Nässe

Im Auto steigt die Temperatur bei Sonnenschein (auch im Herbst und Frühling) schnell auf lebensbedrohliche Höhe. Ein Fensterspalt genügt nicht. Das Auto muss gut durchlüftet sein, wenn Hunde darin warten müssen.

Oft wird auch unterschätzt, dass im Winter die Sauerstoffzufuhr schnell zum Problem wird, wenn alle Fenster geschlossen sind. Auch bei Minustemperaturen: Ein kleiner Spalt muss Frischluftzufuhr  gewährleisten.

Im Sommer brauchen Hundis Schattenplätze und dürfen der Sonne nicht ungeschützt über längere Zeit ausgesetzt werden. Auch Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen.

Die Kälte ist immer das kleinere Problem als die Hitze. Allerdings darf man die Hunde nicht über längere Zeit im Winter im Freien liegen lassen. Solange die Hunde sich bewegen, braucht man sich bei einem gesunden Hund keine Sorgen zu machen. Herumliegen oder Nässe-Kälte und/oder Wind/Zugluft schädigen die Gesundheit jedoch schnell einmal.

Der amerikanische Musher John Sutor bewies 1976 mit seinem Sechsergespann mit schwarzen Grosspudeln, wie ausdauernd diese Tiere sein können. Das härteste Schlittenhunderennen der Welt, dem Iditarod quer durch Alaska (1600 Kilometer!), beendete er zwar nicht als Sieger, aber es war eines der wenigen Gespanne, die das Rennen nicht aufgaben und das Ziel erreichten!

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Gifte, Vergiftungen

- Walnuss, Baumnuss (kann tödlich sein, v. a. auch die grüne Nussschale, jedoch auch die gereinigten Nussschalen, da gibts einen sehr toxischen Pilz drauf, der von Auge nicht sichtbar ist)

- Knoblauch und Zwiebel, roh oder gekocht (verändern das Blutbild)

- klassische Giftpflanzen im Garten und in der Natur

- Trauben  und Rosinen, v. a. im Gärstadium oder bei Fäulinsprozessen

- Avocado und Aocado-Öl (können tödlich sein)

- Rhabarber

- die meisten Zimmerpflanzen

- Tabak, Zigaretten etc.

- Schokolade (kann je nach Menge auch tödlich sein)

- bestimmte giftige Gehölze (Eibe, Buchs, Zierlorbeer ...)

- Futter, das rumgestanden und Bakterien entwickelt hat

- ect.

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Zecken, Flöhe, Räuden ...

Es gibt chemische Mittel zur Abwehr von Parasiten, Insekten und andere "Viecher". Ich bevorzuge den natürlichen Weg. Hier deshalb einige aufgezählt:

- im Tierfachhandel erwerbbare äetherische Öle

- Kokosfett im Brustbereich und auf der Kruppe einschmieren. Zieht schnell ein. Pflegt Haut und Haar und hilft gegen Zecken.

- Psorium vet. comp. ist ein homöopathisches Mittel (Herbamed) und bewährt sich auch (ich staune nur, wie gut es wirkt, täglich ins Futter geben)

- Bernsteinketten helfen Zecken und Parasiten abwehren

- Lavendelöl auf den Nacken tröpfeln

- In Sachen Knoblauchpulver scheiden sich die Geister, weil Knoblauch das Blutbild verändert. Zudem stinkt der Hund dann wirklich unangenehm. Es gibt einen Kräutermix mit wenig Knoblaupulver drin, ist auf jeden Fall besser.

- Wenn wir keine Wurfplanung haben, dann nehme ich auch ätherische Öle. Während der Trächtigkeit und Laktation ist v. a. auf Produkte mit Nelkenöl unbedingt zu verzichten (+ Packungsbeilage lesen).

 

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Durchfall, Verdauungsprobleme

Ein gewöhnlicher Durchfall kann mit Johannisbrotmehl behandelt werden. Das habe ich immer im Hause (zu beziehen bei MEIKO und Qualipet). Schon die alten Römer behandelten ihre Hunde gegen Durchfall und Appetitlosigkeit mit gemahlenem Johannisbrot.

Manche Hunde fressen Schnee und bekommen davon Durchfall. Präventiv ein Butterbrötli (Happen) füttern, es geht um die Butter, nicht ums Brot. Das hilft, und meist gibts dann gar keinen Durchfall.

Übrigens, oft zeigen sich Verdauungs- oder Magenprobleme mit einem "aufgezogenen" oder runden Rücken. Allerdings können Hundis den Rücken auch in Stresssituationen hochziehen. Wenn der Rücken aber auch in stresslosen Phasen hochgezogen ist, dann würde ich mal beim Tierarzt die Verdauung genauer unter die Lupe nehmen.

 

Hunde-Apotheke

In eine Hunde-Apotheke gehört folgender Inhalt:

- Gaze, Verbandmaterial, Alflex-Binden

- Hundeschuh

- Desinfektionsmittel (z. B. Betadine-Lösung)

- Schmerztabletten

- Arnicatabletten (homöpathisch)

- SOS-Spray oder Notfalltropfen (Bachblüten)

- Aloe Vera Spray für alle Verletzungen, Haurirritationen, Insektenstiche, Sonnenbrand ... (bei uns zu beziehen)

- Kollodiales Silber (machen wir auch selber, äusserlich und innerlich anzuwenden)

- Zeckenzange

- Schere, Pinzette

- Fieberthermometer

 

Gesundheits-Fragen für Hundehalter/innen

-  Ist mein Hund fit, wach, aufmerksam und unternehmenslustig, kräftig, belastbar?

-  Atmet mein Hund in Ruhephasen ruhig, und kann er nach Stress oder Anstrengung in nützlicher Frist das Hecheln wieder aufgeben?

-  Riecht mein Hund angenehm (grundsätzlich, Mund, Pfoten, Ohren, Hinterteil) und gesund und verhält sich entsprechend?

-  Bewegt sich mein Hund frei und gerne und zeigt keine Anzeichen von Schmerzen oder Beeinträchtigungen?

-  Ist das Auge klar, schaut aufmerksam, weder gerötet noch tränend noch matt noch sonst wie irritiert?

-  Riecht das Ohr gut, neutral und zeigt weder Rötung noch Verschmutzung und andere Hundis interessieren sich nicht übermässig dafür? Wenn der Hund den Kopf schüttelt, kann z. B. auch eine Ohrenentzündung vorliegen.

-  Kann sich mein Hund nach dem Spiel oder irgendwelchen Vorkommnissen wieder in nützlicher Frist entspannen und ruhig schlafen?

-  Hat mein Hund einen angemessenen Wach-Schlaf-Rhythmus?

-  Liegt die Temperatur meines Hundes zwischen 37.5° und 39° C (Welpen bis 39.5° C)

-  Pinkelt mein Hund frei und zügig und kann den Urin ohne Probleme 4 Std. und auch über die ganze Nacht halten? Nehme ich keinen Uringeruch wahr? Ist der Liegeplatz nach dem Schlafen total trocken? (Sonst abklären, ob z. B. Inkontinenz - oft als Folge einer Kastration - vorliegt)

-  Wird der Kot in einer guten Konsistenz mind. 1x täglich abgegeben? Ist der After sauber? Verhält sich der Hund gelassen, vor, während und nach dem Abkoten?

-  Kratzt sich mein Hund nur selten, und nicht an den Ohren?

 

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entzündetes Ohr mit Milbenbefall

Gehirnleistung, Konzentration, Aufmerksamkeit

Ein Hund kann innerhalb einer Übung nur wenige Minuten voll konzentriert arbeiten, dann fällt die Konzentration wie beim Menschen ab. Ausser, die Übung ist so angelegt, dass der Hund immer wieder in die Aufmerksamkeit zurück gelockt wird. Dies ist z. B. beim Fährten oder Mantrailen der Fall. Aber auch da gilt, selbst profi-mässig ausgebildete Mantrail-Hunde werden nach 20-30 Minuten ersetzt. In der Hundeschule gibt es in der Regel kurze Pausen, die sind wichtig, dass der Hund sein Gehirn "hinunter fahren und ausruhen" kann, um danach in alter Frische weiter zu arbeiten.

Neuerdings gibt es auch bei Hunden das Phänomen von AD(H)S. Es muss natürlich immer abgeklärt werden, ob der Hund sich ein unerwünschtes Verhalten angewöhnt hat (z. B. durch fehlende lenkende Erziehung oder wegen zu wenigen Beschäftigungen, also als Stresssymptom) oder ob es von klein auf vorhanden war. So oder so hilft auch bei den Hunden die Vergabe von Omega-3-Fettsäuren und OPC (bei uns günstige Bezugsquelle erfragen).

 

Intaktes Immunsystem

Industrielles Hundefutter ist in der Regel gut vitaminisiert. Wenn mit Rohfütterung ernährt wird, muss gut auf eine sichernde Grundversorgung geachtet werden. Siehe Infos Ernährung.

Zur Förderung eines gut funktionierenden und belastbaren Immunsystems gebeb wir jeweils einen Schuss naturreinen Aloevera-Saft ins Futter (Bezusquelle bei uns erfragen). Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, unsere Hundis sind robust und kennen keine Infektionen.