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Infos
zur Ernährung
Zu
diesem Thema scheiden sich die Geister, trotzdem wage ich ein paar
Bemerkungen. Vorweggenommen: Unsere Welpen werden mit einem qualitativ
hoch stehenden Trockenfutter aufgezogen, erhalten aber immer wieder mal
Frischfleisch dazwischen. So können Welpenkäufer/innen dann nach einer
Umgewöhnungszeit leicht auf Barfen umstellen, oder beim Trockenfutter
bleiben.
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Thema
Trockenfutter
Die
Fütterung mit einem sogenannten "Alleinfutter" ist sicher
am einfachsten. Man muss nichts studieren, keine besonderen
Einkäufe tätigen, hat nichts zu organisieren und auch kein
Frische-Problem.
Wir
haben verschiedene industrielle Produkte, auch biologische getestet,
viele ergaben ungenügende Resultate. Eines hat die Harnwerte massiv
verändert, ein anderes macht den Kot stinkend, andere generieren zu
dünnen Kot ...
Viele
Trockenfutter haben einen grossen Anteil Füllstoffe (z. B.
Getreidenebenprodukte, Schlachtabfälle...), was die
Verdauungsorgane belastet und viel mehr Kot absetzen lässt. Der
Magen des Hundes ist primär für die Fleischverdauung ausgelegt und
kann aus Getreide und Nebenprodukten wenig Nährgehalt heraus
filtern.
Viele
Trockenfutter werden extrem erhitzt (bei Importprodukten zwingend
auf 130° C, manche werden bis auf 250° C erhitzt), die Vitalstoffe
werden dadurch zum grossen Teil zerstört, deshalb werden diese
Produkte im Nachhinein zusätzlich vitaminisiert.
Es
gibt Trockenfutter, die artgerecht sind und der Rohfleischfütterung
(BARF = biologisch artgerechte Rohfleisch-Fütterung) entsprechen.
Diese Produkte haben einen Fleischanteil von ca. 70%, im Idealfall
keinen Weizen (sondern z. B. Reis, Hafer ...) und die Erhitzung
sollte nicht über 90° C erfolgen.
In
der artgerechten Fütterung ist auch die Vielfalt an Fleischsorten
ein Thema. 4-6 verschiedene Fleischsorten sind kein Luxus, sondern
bieten eine ausgewogene Ernährung. Man kann verschiedene Produkte
mischen oder aber ab und zu das Produkt wechseln (mit
Mischungs-Übergang). Meine Hundis sind gewöhnt, dass es immer
wieder mal was Anderes zu fressen gibt und schätzen die
Abwechslung. Sie haben nie Umstellungs-Reaktionen, da der Magen gar
nicht auf ein einzelnes Produkt konditioniert wird. Dann nämlich
vergisst er mit der Zeit, bestimmte Fermente zu produzieren, und
eine Futterabhängigkeit wird erlernt.
Trockenfutter
kann angefeuchtet oder eingeweicht oder eben auch trocken
verfüttert werden. Trocken hat es den Nachteil, dass es im Magen
quillt, und Magendrehungen eher fördern kann.
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Industrielles
Nassfutter (in Büchsen, Beuteln oder vakuumiert)
Wenn
Sie dem Hund industriell hergestelltes Nassfutter geben, dann kommt
es da auch sehr auf die Qualität an. Da gibt es extrem grosse
Unterschiede. Nebst der Fleischqualität sind die andern Zutaten von
grosser Bedeutung: Konservierungsmittel, Getreide, Nebenprodukte,
Geschmacksstoffe ...
Wenn
Sie Ihren Hund gesund ernähren möchten, dann kommen Sie nicht
darum herum, die Etiketten genau zu studieren und zu entschlüsseln,
und dann zu entscheiden. Achten Sie auf den Kot, den Mundgeruch, die
Fellqualität und die Vitalität, um zusätzlich zu prüfen, ob das
Futter Ihrem Liebling gut tut.
Wenn
Hunde nur mit Nassfleisch gefüttert werden, so sind Zahn- und
Zahnfleischprobleme nicht selten, weil das Gebiss des Hundes nicht
für Breifütterung gemacht ist.
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BARFen
Früher
war es recht aufwändig - besonders für berufstätige Leute - den
Hund mit Rohfleisch zu füttern und in keine Vitalstoff-Baise zu
fallen. Heute ist alles viel einfacher geworden. Einerseits gibt es
viele Fleischlieferanten, die gefrorenes Frischfleisch (ideal zum
Barfen) nach Hause liefern, und in der Kühltruhe kann man so gut
einen Vorrat halten. Andererseits, und das ist der grössere Erfolg,
kann Gemüse als Flocken oder Granulat, Puffreis, Haferflocken ...
alles hundetauglich erworben werden, und die ehemals aufwändige
Zubereiterei hat sich extrem vereinfacht.
Zur
BARF-Fütterung gehören rohes Fleisch (kein Schweinefleisch!),
Knochen, Innereien, Cottage Cheese, Käse, Quark, Eier, Obst,
Gemüse und Zusätze. Das fördert eine kleinere Kotmenge, saubere
Zähne, gesundes Zahnfleisch, weniger Mund- oder Körpergeruch, ein
intakteres Immunsystem.
Ehrlich
gesagt, ich schaffe es noch nicht, nur mit Barfen meine Hundis zu
ernähren. Ab und zu lasse ich mich auch verunsichern, ob ich die
Vitalstoffbalance so wirklich im Griff habe, und das ist bei der
Zucht ja wichtig. Deshalb verwende ich barf-ähnliches Trockenfutter
(Orijen, Acana) am Morgen. Am Abend gibt's dann Rohfleisch mit
Gemüse, Ölen, Zusätzen etc. So habe ich immer eine gute
Vitalstoffversorgung gewährleistet.
Wichtig
ist, wenn sowohl nass als auch trocken gefüttert wird, dass jeweils
6 Std. zwischen den unterschiedlichen Mahlzeiten liegen, so kann der
Magen umstellen. Es werden nämlich verschiedene Fermente für die
Aufsplittung von Rohfleisch und Trockenfutter gebraucht.
Sehr
umfangreiche und wertvolle Informationen zum Barfen finden Sie auf
http://www.barf-fuer-hunde.de/
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Belohnungs-
und Kauartikel
Früher
habe ich weniger darauf geachtet, und irgendwann wird man
sensibilisiert. Heute kaufe ich nur noch qualitativ hochstehende
Belohnungs-Guties (z. B. mit einem hohen Fleischanteil und ohne
Konservierungsstoffe). Ich verwende aber auch ungezuckerte gedörrte
Früchte klein geschnitten (keine Weinbeeren, keine Nüsse!),
Käsestücke, Apfelstücklein ... und kaufe zum Kauen getrocknetes
Rindfleisch, Pansen, Ziemer, Büffelhautartikel (also alles
getrocknete Originalstücke) und gebe hartes Brot (für schöne
Zähne).
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