grosspudel

Zuchtstätte d' Eveline     für Grosspudel in Silber    (seit 1973)

SKG / FCI   -   CERTODOG zertifiziert (www.certodog.ch)

 

Esther Lauper, Bürglistrasse 6, CH- 8304 Wallisellen, ++41 (0) 78 711 64 24, ++41 (0)44 883 75 71

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G-Wurf (2010)

Infos zur Ernährung

 

Zu diesem Thema scheiden sich die Geister, trotzdem wage ich ein paar Bemerkungen. Vorweggenommen: Unsere Welpen werden mit einem qualitativ hoch stehenden Trockenfutter aufgezogen, erhalten aber immer wieder mal Frischfleisch dazwischen. So können Welpenkäufer/innen dann nach einer Umgewöhnungszeit leicht auf Barfen umstellen, oder beim Trockenfutter bleiben.

 

Thema Trockenfutter

Die Fütterung mit einem sogenannten "Alleinfutter" ist sicher am einfachsten. Man muss nichts studieren, keine besonderen Einkäufe tätigen, hat nichts zu organisieren und auch kein Frische-Problem.

Wir haben verschiedene industrielle Produkte, auch biologische getestet, viele ergaben ungenügende Resultate. Eines hat die Harnwerte massiv verändert, ein anderes macht den Kot stinkend, andere generieren zu dünnen Kot ...

 

Viele Trockenfutter haben einen grossen Anteil Füllstoffe (z. B. Getreidenebenprodukte, Schlachtabfälle...), was die Verdauungsorgane belastet und viel mehr Kot absetzen lässt. Der Magen des Hundes ist primär für die Fleischverdauung ausgelegt und kann aus Getreide und Nebenprodukten wenig Nährgehalt heraus filtern. 

Viele Trockenfutter werden extrem erhitzt (bei Importprodukten zwingend auf 130° C, manche werden bis auf 250° C erhitzt), die Vitalstoffe werden dadurch zum grossen Teil zerstört, deshalb werden diese Produkte im Nachhinein zusätzlich vitaminisiert. 

 

Es gibt Trockenfutter, die artgerecht sind und der Rohfleischfütterung (BARF = biologisch artgerechte Rohfleisch-Fütterung) entsprechen. Diese Produkte haben einen Fleischanteil von ca. 70%, im Idealfall keinen Weizen (sondern z. B. Reis, Hafer ...) und die Erhitzung sollte nicht über 90° C erfolgen.

In der artgerechten Fütterung ist auch die Vielfalt an Fleischsorten ein Thema. 4-6 verschiedene Fleischsorten sind kein Luxus, sondern bieten eine ausgewogene Ernährung. Man kann verschiedene Produkte mischen oder aber ab und zu das Produkt wechseln (mit Mischungs-Übergang). Meine Hundis sind gewöhnt, dass es immer wieder mal was Anderes zu fressen gibt und schätzen die Abwechslung. Sie haben nie Umstellungs-Reaktionen, da der Magen gar nicht auf ein einzelnes Produkt konditioniert wird. Dann nämlich vergisst er mit der Zeit, bestimmte Fermente zu produzieren, und eine Futterabhängigkeit wird erlernt. 

 

Trockenfutter kann angefeuchtet oder eingeweicht oder eben auch trocken  verfüttert werden. Trocken hat es den Nachteil, dass es im Magen quillt, und Magendrehungen eher fördern kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Industrielles Nassfutter (in Büchsen, Beuteln oder vakuumiert)

Wenn Sie dem Hund industriell hergestelltes Nassfutter geben, dann kommt es da auch sehr auf die Qualität an. Da gibt es extrem grosse Unterschiede. Nebst der Fleischqualität sind die andern Zutaten von grosser Bedeutung: Konservierungsmittel, Getreide, Nebenprodukte, Geschmacksstoffe ...

 

Wenn Sie Ihren Hund gesund ernähren möchten, dann kommen Sie nicht darum herum, die Etiketten genau zu studieren und zu entschlüsseln, und dann zu entscheiden. Achten Sie auf den Kot, den Mundgeruch, die Fellqualität und die Vitalität, um zusätzlich zu prüfen, ob das Futter Ihrem Liebling gut tut.

 

Wenn Hunde nur mit Nassfleisch gefüttert werden, so sind Zahn- und Zahnfleischprobleme nicht selten, weil das Gebiss des Hundes nicht für Breifütterung gemacht ist.

BARFen

Früher war es recht aufwändig - besonders für berufstätige Leute - den Hund mit Rohfleisch zu füttern und in keine Vitalstoff-Baise zu fallen. Heute ist alles viel einfacher geworden. Einerseits gibt es viele Fleischlieferanten, die gefrorenes Frischfleisch (ideal zum Barfen) nach Hause liefern, und in der Kühltruhe kann man so gut einen Vorrat halten. Andererseits, und das ist der grössere Erfolg, kann Gemüse als Flocken oder Granulat, Puffreis, Haferflocken ... alles hundetauglich erworben werden, und die ehemals aufwändige Zubereiterei hat sich extrem vereinfacht.

 

Zur BARF-Fütterung gehören rohes Fleisch (kein Schweinefleisch!), Knochen, Innereien, Cottage Cheese, Käse, Quark, Eier, Obst, Gemüse und Zusätze. Das fördert eine kleinere Kotmenge, saubere Zähne, gesundes Zahnfleisch, weniger Mund- oder Körpergeruch, ein intakteres Immunsystem.

 

Ehrlich gesagt, ich schaffe es noch nicht, nur mit Barfen meine Hundis zu ernähren. Ab und zu lasse ich mich auch verunsichern, ob ich die Vitalstoffbalance so wirklich im Griff habe, und das ist bei der Zucht ja wichtig. Deshalb verwende ich barf-ähnliches Trockenfutter (Orijen, Acana) am Morgen. Am Abend gibt's dann Rohfleisch mit Gemüse, Ölen, Zusätzen etc. So habe ich immer eine gute Vitalstoffversorgung gewährleistet.

Wichtig ist, wenn sowohl nass als auch trocken gefüttert wird, dass jeweils 6 Std. zwischen den unterschiedlichen Mahlzeiten liegen, so kann der Magen umstellen. Es werden nämlich verschiedene Fermente für die Aufsplittung von Rohfleisch und Trockenfutter gebraucht.

 

Sehr umfangreiche und wertvolle Informationen zum Barfen finden Sie auf http://www.barf-fuer-hunde.de/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Belohnungs- und Kauartikel

Früher habe ich weniger darauf geachtet, und irgendwann wird man sensibilisiert. Heute kaufe ich nur noch qualitativ hochstehende Belohnungs-Guties (z. B. mit einem hohen Fleischanteil und ohne Konservierungsstoffe). Ich verwende aber auch ungezuckerte gedörrte Früchte klein geschnitten (keine Weinbeeren, keine Nüsse!), Käsestücke, Apfelstücklein ... und kaufe zum Kauen getrocknetes Rindfleisch, Pansen, Ziemer, Büffelhautartikel (also alles getrocknete Originalstücke) und gebe hartes Brot (für schöne Zähne).